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D’ Gallerie mit neuem, ausgefallenen Programm:
„ I DENK NO: HÄ?“

D´Gallerie präsentiert ihr neues Programm „I denk no: Hä?“ seit 2009 mit teilweise neuer Besetzung. Um die Wunderwelt der Kommunikation geht es da, auf Schwäbisch: um´s Schwätza, Bruttla, Labra, Jammra oder grad mit Fleiß nix saga. Oder um’s Denken, wenn auch als Ergebnis nur ein „Hä“ herauskommt.

Selbstdarsteller, Verdruckte, Mediengläubige, Frauenversteher, Tief- und Hochkultürliche kommen da zu Wort, man sieht sich versetzt in unterschiedliche Schauplätze und Situationen. Etliches scheint einem nur allzu vertraut zu sein, man hat es nur in dieser Art und Dichte noch nicht erlebt. Und manchmal wird man gewissermaßen Teil des Spiels...

Es ist also nicht das Tagespolitische, was die Galleristen umtreibt, sondern der Nährboden der großen Konflikte im Alltäglichen. Und dies versuchen sie so stimmig wie möglich darzustellen. Die Akteure kennen die Figuren, die sie auf die Bühne bringen. Angestrebt werden aber nicht heimatselige Szenen mit der Erkenntnis: „Ja, so sind wir Schwaben halt“, sondern präzise Studien, die entlarvend wirken. Etwas von Polt ist da zu spüren. Zu lachen gibt’s natürlich genug, aber wer etwas tiefer denken will, hat noch mehr Vergnügen daran.

Was D’Gallerie macht, ist eigentlich unzeitgemäß: In einer Zeit, in der unzählige Solo-Kabarettisten Szene an Szene magazinartig aneinanderreihen, zeigen die 7 Akteure eine (fast) durchgehende Handlung mit festen Hauptdarstellern und einer Vielzahl von weiteren Typen.

Das Ganze kommt in den verschiedensten Darstellungs-Formen, mit optischen und akustischen Effekten auf die Bühne, vor allem aber auch musikalisch garniert. Kurz gesagt: Ein ungewöhnliches, ausgefallenes Programm!

Neu in der Gruppe (nach 10 Jahre reiner Männerbesetzung) sind Amelie Hafner und Sarah Wiggenhauser, sowie Oli Kübler. Die drei sind ehemalige Spieler des bekannten Blönrieder Theaters. Neu dabei ist auch Michael Bertsch, ein alter Theater-Hase, dazu die bisherigen Leistungsträger Flo Angele, Heiner Roth und Uli Gnann. Bernd Rettich hat sich zu einer Spielpause entschlossen und Bernd Gnann ist Intendant des Karlsruher Kammertheaters. Beide unterstützen die Gallerie weiterhin. Für Text und Regie ist in altbewährter Weise Thomas Beck verantwortlich, Franz Fuchs sorgt wie immer für die musikalische Gestaltung. Alle 9 sind geborene und gestandene Oberschwaben, auch wenn sie’s zum Teil aus beruflichen Gründen in’s benachbarte Ausland verschlagen hat.

Mit ihrem neuen Programm zeigen sie eine Verdichtung oberschwäbischen Lebens, aber es „menschalat“ irgendwo anders wohl ganz ähnlich. Mag sein, dass mancher, der diese Art von Kabarett zum ersten Mal sieht, sagt: „I denk no: Hä?“